SV Grün-Weiß Ferdinandshof 47 e. V.

Sportgeschichte vor dem zweiten Weltkrieg PDF Drucken E-Mail

http--www.sv-ferdinandshof.de-pictures-jahnDer erste Turnverein im Ort wurde 1906 unter dem Namen TV "Jahn" Ferdinandshof gegründet. Etwa 15 Jahre früher gab es in der näheren Umgebung wie Pasewalk, Ueckermünde, Friedland, Ducherow und Torgelow Turnvereine. Der Ferdinandshofer Richard Dorn war Mitbegründer und Leitungsmitglied im Torgelower Verein, der im Lokal Bietz am 02. November 1890 ins Leben gerufen wurde. Weitere Mitbegründer waren damals Wilhelm Kumm, Hermann Zech, Georg Holz, Wilhelm Bodenbach und Wilhelm Sauer. Zum 50. Jahrestag der Gründung im Jahre 1940 wurde Richard Dorn als einstiger Mitbegründer geehrt. Zu Beginn der Sporttätigkeit in Ferdinandshof gehörten 15 - 20 Turner dem Verein an,die in den Teildisziplinen Turnen und Radfahren sportlich tätig waren. Von Ihnen ist nur noch Helmut Vetter bekannt geblieben. In dieser Zeit, am 23. August 1914, wurde das Jahndenkmal in der Pasewalker Strasse enthüllt. Der Steinmetz Karl Wolter gestaltete und errichtete den Gedenkstein. Vor und während des Ersten Weltkrieges flaute die sportliche Betätigung aus den verschiedensten Gründen merklich ab. Nach der Beendigung des Krieges wurde der TV "Jahn" Ferdinandshof durch die Turnfreunde Fritz Koppelmann, Karl Wolter (Turnwart), Willi Jagdmann und Richard Dorn neu gegründet. Dem Verein stand Richard Dorn vor, der aus seiner Torgelower Zeit viel Erfahrung einbrachte.

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In Stettin fand im Juni 1924 das 14. Pommersche Kreisturnfest statt, an dem auch eine Ferdinandshofer Abordnung ohne aktive Sportler teilnahm. Für den großen Festumzug nahm man in der Kreckower Strasse Aufstellung. Der TV Torgelow beteiligte sich an diesem Turnfestival sogar mit fünf aktiven Sportlern: Paul Piepenhagen, Wilhelm Schonhoff, Karl Schumann, Ernst Blume und Paul Sauer. Im Jahre 1931 löste sich der TV "Jahn" Ferdinandshof auf. Kurze Zeit später kam es zu einer Wiederbelebung des Sports in unserer Gemeinde. Der neugegründete Verein benannte sich dann VfL Ferdinandshof (Verein für Leibesübungen) mit den Disziplinen Turnen, Wandern, Leichtathletik und Großfeldhandball. Auch Fußball wurde kurzzeitig gespielt. Aber die Popularität dieser Sportart scheiterte an den zu hohen Niederlagen gegen Pasewalk, Torgelow, Heinrichsruh und Ueckermünde. Häufig wurden auch Wandertage durchgeführt, die sich großer Beliebtheit erfreuten.

 

Auf dem einstigen Sportplatz, der sich auf dem ehemaligen Gelände des Bauhofes der Rindermast in der Allende - Strasse befand, trainierten die Leichtathleten und Handballer, und im Saal des Pommerschen Hofes übten die Turner dienstags und donnerstags jeder Woche. Zur ersten Turnerriege zählten unter anderem die Turnfreunde Paul Wolter, Adolf Mussehl und W. Köppen. Eine Damenriege kam noch hinzu, die Turnen und Gymnastik betrieb. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stießen noch weitere Sportinteressierte wie Hans Baumgardt und Walter Schulz zum Verein.

Hermann Vetter - als ein Zeitzeuge der Geschichte des Turnsports in Ferdinandshof, hatte die Ehre, bei der Massenvorführung im Gräteturnen zur Eröffnung der Sommerolympiade 1936 im Berliner Olympia - Stadion mitzuwirken. Aber auch andere Aktivitäten löste der Verein aus. Neben vielen Wanderungen wurden auch größere Fahrten per Schiff nach Ziegenort, Stettin und Danzig unternommen. Auch bei Dorffesten und anderen Feierlichkeiten waren die Mitglieder des Vereins im Festumzug und bei Sportdarbietungen präsent. Nach dem Zweiten Weltkrieg konstituierte sich dieser Verein trotz vieler Bemühungen nicht mehr.

 
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